KUNSTHARZVERSIEGELUNG BEI BRÜCKEN UND PARKDECKS

FÜR ABDICHTUNGEN UNTER ASPHALT UND GUSSASPHALT

Spreitenbach, 03.01.2023 – Kunstharzversiegelungen als Grundierung auf Beton sowohl für Abdichtungen mit Polymerbitumen-Dichtungsbahnen, wie auch für Flüssigkunststoffe unter Gussasphalt sind heute in der Schweiz sowohl auf Brücken als auch auf Parkdecks Standard. Dank ihnen konnte die gefürchtete Blasenbildungen mit Auswirkungen bis in den Fertigbelag praktisch zum Verschwinden gebracht werden.

Blasen im Fahrbahnbelag waren bei Brücken oder Parkdecks über viele Jahre hinweg ein häufig anzutreffendes Problem. Mit einer fachmännisch auf den Beton aufgebrachten Kunstharzversiegelung, können heute die Hauptursachen für das Entstehen dieser unerwünschten Blasen weitgehend beseitigt werden. Die Gründe für das Entstehen der Blasen sind zwar nicht vollständig erforscht, in Fachkreisen gilt aber die These als gesichert, dass es für eine spätere Blase einen sogenannten Blasenkeim braucht. Solche Keime entstehen, wenn kleine Hohlräume / Kanülen im Beton nicht verfüllt oder mit einer kraftschlüssigen dichten Schicht überdeckt sind. In der Praxis hat sich gezeigt, dass Grundanstriche in Form von Bitumenlacken oder nicht dichte Grundanstriche auf Basis von Kunstharzen eine Blasenbildung in vielen Fällen nicht wirksam verhindern können. Die in den kleinen Hohlräumen oder Kanülen im Beton gefangene Luft oder – noch schlimmer Feuchtigkeit in Form von Wasser — kann bei fehlender Sperre (Versiegelung) expandieren, wenn die Dichtungsbahn aufgeschweisst oder der Gussasphalt eingebaut wird.

Gerade der Einbau von Gussasphalt ist besonders heikel, weil hier der darunterliegende Beton oder das Abdichtungssystem besonders viel Wärme aufnimmt. Dabei entsteht ein Dampfdruck und Luft kann unter, oder teilweise auch durch, die Abdichtung strömen. Dadurch wird ein Hohlraum unter der Abdichtung oder in der Gussasphalt-Schutzschicht gebildet, der dann wiederum den darüber liegenden Belag aufwölbt.

Es gibt heute zwei Harze für das Erstellen einer Kunstharzversiegelung. Diese unterscheiden sich in ihrer chemischen Zusammensetzung. Eingesetzt wird zum einen Epoxidharz und seit einigen Jahren auch PMMA- oder MMA-Harz (modifiziertes Methylmethacrylat).
Jede der Stoffgruppen hat ihre Qualitäten und Eigenheiten. Am Schluss müssen sie aber das gleiche Resultat erbringen: eine dichte kraftschlüssige Schicht, auf der die nachfolgende Abdichtung aufgebracht werden kann. In den einschlägigen Normen, insbesondere in der vor einiger Zeit revidierten Norm VSS 40 450, sind die Bedingungen und Anforderungen an den Untergrund ausführlich beschrieben. Wichtig ist unter anderem, dass geeignete Geräte für das Messen des Taupunkts und der Betonfeuchtigkeit vor dem Aufbringen des Harzes auf der jeweiligen Baustelle zur Verfügung stehen und die Verarbeiter wissen, wie sie diese zu bedienen haben. Die gemessenen Werte müssen zudem unbedingt protokolliert werden.

Kein Einbau ohne Prüfung

Damit die Kunstharzversiegelung die erwünschte Wirkung erzielt, sind ein fachmännischer Einbau und eine Kontrolle durch einen geschulten Prüfer eine zwingende Notwendigkeit.
Der Aufwand dafür lohnt sich: Die in der Schweiz konsequent durchgeführte Überprüfung der eingebauten Kunstharz-Versiegelung und der nachfolgend darauf aufgebrachten Abdichtung hat zu einem sehr grossen Teil dazu beigetragen, dass Schäden, wie sie in umliegenden Ländern gehäuft auftreten, fast gänzlich verschwunden sind. Durch die Kontrollen können Mängel in der aufgebrachten Versiegelung direkt nach dem Einbau entdeckt und behoben werden. Zur Kontrolle gehört zuerst die einfach durchzuführende visuelle Prüfung. Ergänzt wird sie mit der Hochspannungsprüfung und der Kontrolle der Haftung der Versiegelung auf dem Beton sowie der Schichten untereinander. So wird sichergestellt, dass vor dem Aufbringen der nächsten Schicht eine dichte Grundierung auf dem Beton vorhanden ist. Ist die Versiegelung durch erfahrene und ausgebildete Applikateure fertig aufgebracht, kann anschliessend die Abdichtung sowie die Gussasphalt-Schutzschicht eingebaut und die Arbeiten mit den Folgeschichten vollendet werden.

Fazit: Eine Kunstharzversiegelung für Abdichtungen unter Gussasphalt ist immer eine lohnende Investition und ist ein Garant für ein gelungenes Bauwerk!

Bilder und Dokumente finden Sie hier:

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