GRÖSSTE HOCHBAUSTELLE UND GRÖSSTE HERAUSFORDERUNG

Die ehemals grösste Hochbaustelle der Schweiz, wird nun bezogen: der Gebäudekomplex «The Circle» am Flughafen Zürich.


Spreitenbach, 01.05.2021 – Die ehemals grösste Hochbaustelle der Schweiz, wird nun bezogen: der Gebäudekomplex «The Circle» am Flughafen Zürich. Die Planung und Ausführung der Abdichtung sämtlicher Dächer stellte auch an SOPREMA höchste Ansprüche.

Zum Flughafen geht in erster Linie, wer irgendwohin fliegen möchte, oder jemanden abholt – müsste man eigentlich meinen. Falsch. Mehr als die Hälfte der Besucher seien schon heute nicht wegen der Flüge hier, sagte Beat Pahud Anfang 2020 gegenüber dem Schweizer Fernsehen. Und mit der Eröffnung des Gebäudekomplexes «The Circle» im November werde sich dieses Verhältnis weiter verstärken, prognostizierte er damals schon. Pahud war auf Seiten der Bauherrschaft Gesamtprojektleiter vom Circle – einem Vorhaben der Superlative: Grösste Hochbaustelle der Schweiz, täglich rund eine Million Franken verbaut, Totalkosten über eine Milliarde Franken, 20 Kräne gleichzeitig im Einsatz, eine Million Kubikmeter Gebäudevolumen. «Eine einmalige Aufgabe und die logistisch wohl grösste Herausforderung in meiner Karriere.» So beschreibt es Renato Burgermeister, Leiter Technik und Geschäftsleitungsmitglied bei der SOPREMA AG aus Spreitenbach (AG), die für die Abdichtung sämtlicher Dächer vom Circle zuständig war.

Ein modernes Niederdorf

Unter diesen Dächern kommt nun seit Oktober 2020 immer mehr Leben in den Gebäudekomplex. Auf einer Fläche von rund 180'000 Quadratmetern und bis zu elf Stockwerken wird sich nach dem Einzug aller Mieter ein bunter Nutzungsmix präsentieren: zwei Hyatt-Hotels, ein ambulantes Gesundheitszentrum des Universitätsspitals Zürich, ein Kongresszentrum mit Platz für bis zu 2500 Gäste, Büroräumlichkeiten – unter anderem der Hauptsitz der Co-Bauherrin Flughafen Zürich AG, Läden sowie Flächen für Gastronomie, Bildung, Kunst und Kultur. 

Architekt vom Circle ist der 75-jährige Japaner Riken Yamamoto. Sein Entwurf ging in einem Wettbewerb aus 90 Bewerbungen als Siegerprojekt hervor. Auffallendstes Element des bumerangförmigen Gebäudekomplexes ist die nach vorne geneigte Glasfassade zur vorbeiführenden Strasse hin. Dahinter erschliessen verwinkelte Gässchen die Gesamtanlage. Yamamoto sagt, er habe sich dabei von Zürichs Niederdorf mit seinem Gassensystem inspirieren lassen. Hinter dem halbrunden Gebäude schliesst ein grosser Park an, der mit seiner Form aus der Anlage erst wirklich einen Kreis macht – eben den Circle. Erschlossen wird der Park unter anderem mit einer Standseilbahn.


Anlieferung auf die Minute

Gut zwei Jahre nahm bei SOPREMA die Planung des Abdichtungsystems in Anspruch. Weil für das Gebäude der internationale Nachhaltigkeits-Standard LEED-Platinum angestrebt wurde, lag bei der Auswahl der Materialien der Fokus stark auf ökologischen Aspekten – entsprechende Dokumentationen und Deklarationen mussten geliefert werden. Das sei sehr anspruchsvoll gewesen, sagt Burgermeister. Genauso wie die Kommunikation mit den zahlreichen Planern und Architekten, die am Bauvorhaben beteiligt waren.

Der Aufwand hat sich gelohnt – das Dach ist dicht. Als Voranstrich wurde auf die Flachdächer aus Beton AQUADERE aufgebracht. Dieser Haftvermittler von SOPREMA ist lösungsmittelfrei und bietet neben der Ökologie den Vorteil, dass schnell weitergearbeitet werden kann, da nicht gewartet werden muss, bis das Produkt abgelüftet ist. Darauf wurde mit SOPRAVAP EVA 35 FLAM eine sehr hochwertige Dampfbremse vollflächig mittels Gasbrenner aufgeschweisst. Dieses Produkt eignet sich aufgrund seines hohen SD-Wertes besonders für die Abdichtung von Räumen mit hoher Luftfeuchtigkeit wie etwa ein Fitnesscenter oder Wellnessbereich. Als Dämmschicht fiel die Wahl auf PIR ALU. Dieser Hochleistungsdämmstoff von SOPREMA ist biologisch und bauökologisch unbedenklich und erst noch recycelbar. Darauf liegt eine Elastomerbitumen-Dichtungsbahn vom Typ SOPRALEN EGV 35 FLAM TOP, deren Stösse heiss verschweisst wurden. Für die zweite Dichtungslage kam SOPRALEN JARDIN EP5 ARD FLAM WF vollflächig aufgeschweisst zur Anwendung. Damit liegt das Dichtungssystem vom Circle klar über den SIA-Normen. Unter anderem weil ein Grossteil der Flachdächer extensiv begrünt wurde, wählte man FLAGON GEO P 200 zum Schutz des Dachsystems – insbesondere um ein Durchwachsen der Wurzeln zu verhindern. Als Drainagebahn kam schlussendlich SOPRADRAIN ISO 10 V zum Einsatz. Sie gewährleistet einen sauberen Wasserabfluss des Begrünungssystems. Und schliesslich wurde auf allen Dächern das hochwertige Höhensicherungssystem FLOORFIX (ROOFX) GLIDE von SOPREMA installiert.

Mit der Ausführung wurden aus Kapazitätsgründen gleich zwei Bedachungsfirmen beauftragt. Bis zu 30 Personen waren an manchen Tagen gleichzeitig auf den Dächern zu Gange – gut eineinhalb Jahre dauerten die Arbeiten. Dabei war auch immer eine perfekte Logistik gefragt. Denn für die Anlieferung erhielten die Lastwagen aufgrund des Platzmangels vor Ort, jeweils einen Zeit-Slot zugeteilt. Hätten die Chauffeure diesen nur schon um ein paar Minuten verpasst, wäre der Kran bereits wieder mit einer anderen Ladung besetzt gewesen.

Nun sind es nicht mehr die Bauarbeiter, sondern die Besucher, die im Circle für Betrieb sorgen. Noch mehr Leute also, die nicht wegen dem Fliegen zum Flughafen kommen. Dazu zählen auch Renato Burgermeister und seine Leute von SOPREMA: Sie werden eine interne Sitzung ausnahmsweise im Circle abhalten – und dabei gleich noch stolz die Früchte ihrer Arbeit begutachten.

 

Bild : © Flughafen Zürich AG

The Circle: Wie ein riesiges Kreuzfahrtschiff, das direkt am Flughafen anlegt.


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Weitere Informationen zu SOPREMA und dem umfangreichen Produktportfolio gibt es unter www.soprema.ch

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