Neues Manufakturzentrum für IWC


Baujahr
2015 - 2019
Gebäudetyp
Gewerbebauten
Bauart
Neubau
Fläche
7000
Architekt
ATP Architekten und Ingenieure
Bauherr
IWC Schaffhausen, Branch of Richemont
Verarbeiter
Thomas Bollinger GmbH
Adresse
8200 Schaffhausen

Neues Manufakturzentrum für IWC

Der Schaffhauser Uhrenhersteller IWC hat sich im Norden der Stadt für 42 Millionen Franken ein neues, topmodernes Manufakturzentrum gebaut. Abgedichtet wurde dessen Dach mit Produkten von Soprema.

 Für 4400 Franken ist die «Pilot’s Watch Automatic 36» von IWC schon fast ein Schnäppchen – im Vergleich etwa zur «Portugieser Constant-Force Tourbillon Edition 150 Years» aus dem gleichen Hause: Diese kostet 255'000 Franken. Eines ist klar: Die Uhren des Herstellers IWC aus Schaffhausen gehören weltweit zum edelsten, was auf dem Markt zu haben ist. Das ist nicht verwunderlich, legt die Schweizer Luxusmarke doch auch höchsten Wert auf Innovation und Qualität. Selbstredend galten dieselben Anforderungen auch für den Bau des neuen IWC-Manufakturzentrums im Norden von Schaffhausen. Nötig war das Projekt, weil die bisherigen Produktionsstätten der Nachfrage nicht mehr gerecht werden konnten. Mit dem neuen Manufakturzentrum wurde dieser Engpass nun beseitigt. Derzeit arbeiten rund 230 Angestellte im Gebäude – Platz bietet es für bis zu 400.

Der Winter – eine Herausforderung

Für die Abdichtung des rund 7000 Quadratmeter grossen Flachdaches wurde die ortsansässige Thomas Bollinger GmbH beauftragt. Deren Angestellte leisteten während der eineinhalb Jahre dauernden Installation rund 7500 Stunden Arbeit. Dabei musste die Ausführung auch immer wieder der laufenden Planung angepasst werden – so wie dies bei grossen Industriebauten üblich ist. Eine Herausforderung war ausserdem die Montage im Winter: Um möglichst effizient vorwärts zu kommen, rückte die Thomas Bollinger GmbH jeweils gerade mit 10 bis 15 Fachleuten aus, sobald das Wetter passte. Für die Abdichtung des Daches fiel die Wahl auf Produkte von Soprema. Als Dampfbremse wurde beispielsweise Elastomerbitumen-Dichtungsbahnen aus der Sopravap-Linie verwendet. Darüber brachten die Arbeiter eine PIR-Hochleistungs-Dämmung an. Die zweilagige obere Abdichtung wiederum besteht aus Sopralen-Produkten. Während unter den aufgeständerten Photovoltaikpanels eine Gummischrotmatte als Schutzlage fungiert, wurde der grösste Teil des Daches extensiv begrünt. Unter dem Substrat dient dort die Noppenfolie Sopradrain als horizontale Drainage. Und zu guter Letzt wurde für spätere Arbeiten auf dem Dach die Absturzsicherung DS Line Multi System aus dem Sortiment von Soprema montiert.