Neue Visitenkarte für Grindelwald

Neue Visitenkarte für Grindelwald

Auf den Winter hin erhält Grindelwald mit dem Projekt «Eiger+» ein attraktiv gestaltetes
Dorfzentrum mit drei Plätzen. Materialien von SOPREMA sorgen dafür, dass es in den
darunter befindlichen Räumen des Parkhauses und des Einkaufszentrums trocken bleibt.

Mehr als eine Million Logiernächte weist Grindelwald pro Jahr auf, dazu kommen unzählige Tagestouristen. Grösster Trumpf der Berner Oberländer Tourismusdestination ist das nahe Jungfraujoch. Trotzdem kann sich Grindelwald nicht auf seinen Lorbeeren ausruhen und muss die Attraktivität des Ortes hochhalten. Ein Minuspunkt war bisher das Ortszentrum, dessen Bild durch grosse Parkplätze geprägt wurde. Pünktlich auf den Beginn der Wintersaison 2014/2015 erhält Grindelwald mit dem Projekt «Eiger+», welches von der Totalunternehmung Losinger Marazzi AG realisiert wird, nun eine attraktive Visitenkarte. Die Autos verschwinden in einem unterirdischen Parkhaus mit 252 Plätzen und auf der frei werdenden Fläche entstehen drei Plätze und ein Dienstleistungszentrum mit Bank- und Coopfiliale. Finanziert wird das Projekt zu grossen Teilen durch die Schweizerische Mobiliar und die Berner Kantonalbank.

Lehrreiche Baustelle
Markantes Element der Neugestaltung wird der aus dem leicht abfallenden Gelände herausragende und mit Holz verkleidete Gebäudekörper des Dienstleistungszentrums sein. Auf seinem Dach sowie auf dem Deckel des Parkhauses befinden sich die drei öffentlichen Plätze. SOPREMA war im Auftrag der Totalunternehmung Losinger Marazzi bereits in der Planungsphase mit dabei: «Die öffentliche Nutzung der Plätze auf dem Dienstleistungsgebäude und dem Parkhausdeckel sowie die klimatischen Extreme in Grindelwald stellten uns bei der Abdichtung der Dächer vor besondere Herausforderungen », sagt Renato Burgermeister, Leiter Technik bei SOPREMA. Die Wahl fiel deshalb auf Produkte auf Bitumenbasis. Insgesamt mussten für das Projekt fünf unterschiedliche Dachaufbauten geplant werden: So war im Bereich der Lastwagenzufahrt zum Dienstleistungsgebäude eine besonders tragfähige Lösung gesucht. Auf dem Dach des Gebäudes wiederum kamen zwei unterschiedliche Aufbauten zur Anwendung, denn ein Teil der Fläche, der sogenannte «Panoramaplatz» ist begehbar. Umfasst wird er vom ringförmig angelegten Alpengarten. Leicht andere Anforderungen an die Abdichtung stellten der auf der anderen Strassenseite gelegene Mehrzweckplatz sowie der benachbarte Spielplatz auf dem Deckel der Garage. Und nochmals eine andere Lösung war für das Dach des Buffetgebäudes neben dem Mehrzweckplatz gefragt. «Für uns war es interessant, auf so engem Raum gleich fünf unterschiedliche Dachlösungen realisieren zu können», sagt Yves Leuenberger, Bauleiter bei der Bedachungsfirma Kämpfer aus Herzogenbuchsee, welche die Arbeiten vor Ort ausgeführt hat. Unter den bis zu neun Mitarbeitenden waren immer auch drei bis vier Lernende. «Aufgrund der unterschiedlichen Konstruktionen konnten sie auf dieser Baustelle besonders viel lernen»,sagt Leuenberger.