Dichte und leichte „Dachhaut“ für eine Schowbühne

Dichte und leichte „Dachhaut“ für eine Schowbühne



Zur Durchführung der Thuner Seespiele waren wasserdichte, rutschfeste und reflexionsfreie Bühnenflächen erforderlich. Eine Flüssigkunststoff- Beschichtung diente den Akteuren als ideale Abdichtung und Arbeitsfläche.

Spezielle Anforderungen
Im bernischen Thun finden im Sommer (Juli/August) periodisch die «thunerSeespiele» statt. Dazu werden jeweils am Seeufer eine Bühne sowie Tribünen aufgebaut. Unter der Bühnenoberfläche befinden sich Technikräume und Garderoben für die Künstler, was regenfeste, wasserdichte Bühneoberflächen bedingt. Die Regie verlangte für die Vorführungen rutschfeste und reflexionsfreie Bühnenflächen. Ausserdem war eine kostengünstige, rasch ausführbare Lösung und letztlich eine leicht rückbau- beziehungsweise entsorgbare Bühnenkonstruktion gefragt.

Beschichtung mit Flüssigkunststoff
Im Gegensatz zur bisher unbefriedigenden, nicht dichthaltenden Lösung (Bühnenboden aus zwei Holzplattenlagen) entschieden sich die Verantwortlichen diesmal für eine mit einem Flüssigkunststoffbelag vollflächig beschichtete Aktionsfläche (Unterlage: OSB-Platten, 25 mm). Diese Lösung war nicht nur rascher sondern – aufgrund des geringeren Materialbedarfs (nur eine Plattenlage) – auch günstiger realisierbar. Zudem verhinderte der Kunststoffbelag ein unerwünschtes Aufquellen der Holzplatten nach Regen. Das Aufbringen des ausgewählten ALSAN Flüssigkunststoff-Systems von Soprema auf der insgesamt 430 m2 grossen Bühne passierte in nur einer Woche in folgenden fünf Arbeitsschritten:

• Grundieren der OSB-Platten (mit ALSAN RS 276)
• Detailabdichtung der Fugenstösse der OSB-Platten (vliesarmierte Streifenabdichtung, nass in nass ausgeführt, 470 m, mit ALSAN RS 230)
• Flächenabdichtung: Beschichten der Flächen (mit ALSAN RS 288) und Abstreuen mit Quarzsand
• Finish-Schicht auf die abgedichteten Flächen (in hell- bzw. dunkelgrau, aus ALSAN RS 288)
• Anschleifen der Oberflächen (zwecks rutschfester, reflexionsfreier Struktur)
Durch das finale Anschleifen des Belages konnte auch der Sonderwunsch der Regie, die Tanzflächen mit einer «alten und abgenutzten Struktur» zu zeichnen, ideal erfüllt werden.