Abdichten auf 1800 m

Seit Mai 2007 wird auf dem 1795 Meter hohen «Hohen Kasten» ein neues, attraktives Berggasthaus gebaut. Extremer Wind und der Materialtransport mit Seilbahn beeinflussten die Durchführung der Arbeiten massgeblich.

Neubau mit Drehrestaurant
Auf den im Grenzgebiet der Kantone St. Gallen und Appenzell Innerrhoden liegenden Aussichtsberg ≪Hohen Kasten≫ fuhrt seit uber vierzig Jahren eine Luftseilbahn. Im vergangenen Jahr wurde das baufallige alte Berggasthaus abgerissen. Der noch im Bau befindliche, moderne Ersatzbau enthalt im Obergeschoss ein 85 Platze umfassendes Drehrestaurant.

Lose verlegtes Warmdach
Auf dem dreigeschossigen Neubau waren insgesamt 1100 m2 Dachflache auf vier verschiedenen Dachniveaus, bzw. auf Massiv- und Holzdeckenunterkonstruktionen abzudichten. Zur Abdichtung wurde ein Flachdachsystem der Soprema – wurzelfester, zweilagiger Warmdachaufbau - eingesetzt. Darauf wurde ein windsicherer, schutzender ≪Uberbau≫ (Schutzvlies 1000 g/m2, Platten und Splitt) verlegt. Die Grosse der abgedichteten Flachen liegt zwischen 200 und 400 m2

Starker Wind und Schnee
Sämtliches Baumaterial musste mit der Luftseilbahn ab Talstation in Fuhren von drei Tonnen hinauftransportiert werden. Transport und Arbeitsausführung wurden durch ständig herrschende, oft extreme und wechselhafte Winde beeinflusst
und eingeschränkt. Der Einbau der Flachdachabdichtung erfolgte in 4 Etappen im letzten Herbst während je zwei bis drei Tagen mit schönem Wetter. Das dazu erforderliche Material wurde vom beauftragten Dachdeckerbetrieb jeweils an der Talstation bereitgestellt und nachher durch Bahnpersonal verladen und transportiert. Allein das Transportgewicht für Splitt und Platten betrug rund 300 Tonnen. Zur Materialverschiebung vor Ort waren ein Hubstapler und der Baustellenkran verfügbar. Ausgiebige Schneefälle führten zu Arbeitsunterbrüchen. Vom Dach des Drehrestaurants war metertiefer Schnee wegzuschaufeln. Verlegtes
Abdichtungsmaterial musste mit Auflasten ständig windsicher gehalten werden. Die Arbeitsausführung auf dem Dach erforderte zudem eine genaue Koordination mit den ebenfalls am Dachbau beteiligten Zimmerleuten und Spenglern, weil diverse Arbeitsschritte voneinander abhängig waren.

Qualität
Nur die fachgerechte Verarbeitung von Produkten fuhrt zu nachhaltiger Qualitat. Dem ausfuhrenden Dachdecker waren die verwendeten Soprema- Produkte bereits bestens vertraut.

Dies war ein Grund, dass er sich auch in diesem Fall dafur entschied. Bei der Planung und Ausfuhrung des Objektes bot Soprema Beratung und bauliche Begleitung. Jede Bauetappe unterstand einer Abnahme und so einer Qualitatssicherung. Die Eroffnung des neuen Bergrestaurants erfolgt im Mai 2008.